zuhv
Radio mal anders - selbst gemacht
Radio mal anders - selbst gemacht
Die Alternative ist blau. Keine Angst, verehrte Leser: Dieser Satz entstammt nicht etwa dem Programm einer neuen Partei im Land und ist auch kein Wahlspruch eines ambitionierten Spirituosen-Herstellers. Seit mehr als einem Jahrzehnt steht die Farbe des Himmels und des Wassers in dieser Stadt allerdings für die vielseitige und unkonventionelle Programmgestaltung des Leipziger BürgerInnenradios Radio Blau. Ohne Intendanz und allzu feste Regeln bietet der Sender allen Interessierten die Möglichkeit, im Einerlei der etablierten Radiosenderlandschaft für Abwechslung zu sorgen, selbst den Ton der Musik zu bestimmen, Radioberichte zu gestalten und durchs Programm zu führen. Wie gut das klingt, hört man werktags immer von 18 bis 23 Uhr und am Wochenende von 12 bis 24 Uhr auf verschiedenen terrestrischen Frequenzen in der Stadt und im Internet.
Die Idee zu Radio Blau blickt dabei auf eine lange und wechselhafte Geschichte der BürgerInnenradios in Deutschland zurück. Diese, auch freie Radios genannten Stationen, kamen Ende der 1970er Jahre im Westen des Landes als so genannte Piratensender auf. Jene nutzten damals illegal und ohne Sendelizenz die Möglichkeit von Hörfunk-Übertragungen für private Programme oder politische Ziele, wie z. B. als Sprachrohr der Anti-Atomkraft-Bewegung. [...]
Serie: Leipziger Straßenbahngeschichte(-n)
Serie: Leipziger Straßenbahngeschichte(-n)
Am Anfang stand die Aussicht auf einen guten Gewinn. Wie so oft, beflügelte auch in der Geschichte des Leip- ziger Personennahverkehrs Merkur die Entwicklung. Eng- lische Investoren sahen in der Gründung der Leipziger Pferde-Eisenbahn eine profitable Kapitalanlage und so ging diese am 16. Mai 1872 auf Probefahrt vom Kuchen- garten in Reudnitz bis zum Augustusplatz.
Zwei Tage später begann der planmäßige Betrieb der zweispännigen Pferdebahnlinien, die fortan zwischen Augustusplatz und Reudnitz sowie zwischen Roßplatz und Connewitz pendelten. Ein knappes Vierteljahrhundert später rückte bereits der letzte Pferdebahnwagen im Depot Eutritzsch ein und die Geschichte der elektrischen Straßenbahnen in Leipzig brach an. Aus rund 135 Jahren Leipziger Straßenbahn gibt es Vieles zu berichten, warten Unmengen Fakten und Skurrilitäten auf, technische Details und Anekdoten.
Die KiPPE macht sich auf deren Spur und wird sich ab dieser Ausgabe in einer Serie den verschiedenen Etappen der hiesigen Straßenbahngeschichte widmen und allerlei Wissenswertes ans Licht bringen.
Beginnen wird die Serie mit einem Rundgang durch den Historischen Straßenbahnhof Leipzig-Möckern. Denn wo sonst in der Stadt lässt sich so viel über das Thema erfahren? Hier sind noch dazu mit Leidenschaft und Expertenwissen alte Fahrzeuge bis ins Detail restauriert worden und fast alle Typen, die jemals durch die Messestadt fuhren, zu bestaunen, der berühmte Pullmannwagen inklusive. [...]
