Serie: Leipziger Straßenbahngeschichte(-n)
Am Anfang stand die Aussicht auf einen guten Gewinn. Wie so oft, beflügelte auch in der Geschichte des Leip- ziger Personennahverkehrs Merkur die Entwicklung. Eng- lische Investoren sahen in der Gründung der Leipziger Pferde-Eisenbahn eine profitable Kapitalanlage und so ging diese am 16. Mai 1872 auf Probefahrt vom Kuchen- garten in Reudnitz bis zum Augustusplatz.
Zwei Tage später begann der planmäßige Betrieb der zweispännigen Pferdebahnlinien, die fortan zwischen Augustusplatz und Reudnitz sowie zwischen Roßplatz und Connewitz pendelten. Ein knappes Vierteljahrhundert später rückte bereits der letzte Pferdebahnwagen im Depot Eutritzsch ein und die Geschichte der elektrischen Straßenbahnen in Leipzig brach an. Aus rund 135 Jahren Leipziger Straßenbahn gibt es Vieles zu berichten, warten Unmengen Fakten und Skurrilitäten auf, technische Details und Anekdoten.
Die KiPPE macht sich auf deren Spur und wird sich ab dieser Ausgabe in einer Serie den verschiedenen Etappen der hiesigen Straßenbahngeschichte widmen und allerlei Wissenswertes ans Licht bringen.
Beginnen wird die Serie mit einem Rundgang durch den Historischen Straßenbahnhof Leipzig-Möckern. Denn wo sonst in der Stadt lässt sich so viel über das Thema erfahren? Hier sind noch dazu mit Leidenschaft und Expertenwissen alte Fahrzeuge bis ins Detail restauriert worden und fast alle Typen, die jemals durch die Messestadt fuhren, zu bestaunen, der berühmte Pullmannwagen inklusive. [...]
