Jedes Jahr am 11. September machen Sozialverbände, Kirchen und Initiativen auf das Thema Wohnen und Wohnungslosigkeit aufmerksam. In diesem Jahr stand der bundesweite Aktionstag unter dem Motto „Gemeinsam gegen Wohnungsnot“. Träger und Vereine der Wohnungslosenhilfe in Leipzig luden deshalb an diesem Tag Betroffene und Interessierte auf den Richard-Wagner-Platz ein, um ihre Arbeit vorzustellen. Begleitet wurde dies von Musik und einer Kunst-Ausstellung wohnungsloser Personen. Beim gemeinsamen Essen, das von verschiedenen Initiativen angeboten wurde, konnte man miteinander ins Gespräch kommen. Darüber hinaus gab es verschiedene Redebeiträge wie der von Patricia Cieplik vom Ambulant Betreuten Wohnen des SZL Suchtzentrums, der im Folgenden noch einmal nachzulesen ist.
Text: Patricia Cieplik & Fotos: Marco Struckmann
Hallo liebe Anwesenden, bei einer Weiterbildung wurde ich mal gefragt, was ich für die Arbeit erfinden würde, wenn ich könnte. Meine Antwort war: Eine Haus-back-Maschine. Dann könnte ich, wann immer nötig, einfach Wohnraum backen. Und auch, wenn die Weiterbildung schon Jahre her ist, ist mein Wunsch bestehen geblieben. In unserer Arbeit im Tagestreff und dem Ambulant Betreuten Wohnen unterstützen wir wohnungslose Menschen. Menschen, die sich anstrengen und alles tun, was sie können, um ihre Situation zu verändern. Tagtäglich sehen wir die Anstrengungen, die Betroffene unternehmen. Tagtäglich sehen wir die Wände, gegen die sie anrennen. Tagtäglich haben wir das Gefühl, mit einem Hammer daneben stehen zu wollen, um diese Wände einzureißen.
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