Ronny Szillo ist freischaffender Künstler und Kurator. Er hat bisher drei Japan-Reisen unternommen und lässt seine dort gewonnenen Erfahrungen in seine Kunst, speziell in seine Keramik-Werke einfließen. Aber auch andere Themen, wie die Natur, spielen für ihn eine große Rolle. An einem warmen Maitag empfing er uns mit einem großen Block Ton in seinem Garten und formte direkt los.
Interview: Ira Mairif und Sandy Feldbacher & Fotos: Enrico Meyer
KiPPE: Was ist deine Hauptkunstform?
Ronny Szillo: Ich habe Medienkunst studiert, aber mit Corona kam das Verlangen, etwas zu machen, das überhaupt nichts mit dem Computer zu tun hat. Daher habe ich mit Keramik angefangen. Der Ton und der Umgang damit sind beruhigend und das Drehen, also das Zentrieren von Körper und Geist auf eine Mitte, das ist wie Yoga für das Gehirn. Aktuell mache ich vor allem Ritualschüsseln, die an die japanische Teezeremonie angelehnt sind. Aber auch andere Sachen, wie Lasergravieren auf Leinwand, Flachware, Vasen und Skulpturen. Ich würde nicht sagen, dass es meine Hauptkunstform ist, aber Schüsseln sind das, was ich am meisten mache und wozu ich auch am meisten sagen kann.
[...]
