Die Themen Verkehr und Mobilität in Leipzig polarisieren und werden oft kontrovers debattiert. Das zeigt sich etwa in den Ergebnissen der Kommunalen Bürgerumfrage, die aktuell für 2024 vorliegen. Darin beurteilen Pkw- und Fahrradnutzende die jeweils andere Mobilitätsform kritisch und sind der Meinung, dass für die jeweils eigene mehr getan werden müsse. Die großen Verkehrsvisionen und -projekte der Stadt Leipzig verfolgen insgesamt einen eher umweltfreundlichen und somit autoärmeren Weg. Im Folgenden ein Überblick.
Text: Sandy Feldbacher & Illustrationen: Stéphanie Weppelmann
Weiterhin gibt die Kommunale Bürgerumfrage preis, dass rund 50 Prozent der Leipziger Haushalte mit mindestens einem privaten Pkw ausgestattet sind und knapp 80 Prozent mit einem Fahrrad. Der letzte Wert sei in den letzten drei Jahren – wie auch während der Corona-Pandemie – noch einmal deutlich angestiegen. Auffällig ist dabei zudem: Während in den innenstadtnahen Ortsteilen viele Menschen inzwischen kein eigenes Auto mehr haben, sieht dies in den Stadtrandbezirken anders aus. Autos würden vor allem für den Arbeitsweg und Einkäufe genutzt, wohingegen sich für den Weg in die Innenstadt Straßenbahnen und Busse des Öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) durchgesetzt haben.
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