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Ateliergespräche Teil 17: Irritationen aushalten

Seit Oktober gibt es im Leipziger Westen den „Raum für Graustufen“. Das ist der Laden des Künstlers Dominik Meyer, den er zusammen mit der Bühnenplastikerin Lisa Meyer nutzt. In ihm sind Ölbilder, Zeichnungen und andere Arbeiten aus der 17-jährigen Laufbahn des Künstlers, der ursprünglich aus Köln kommt, versammelt. Es entsteht aber auch Neues, dabei kann man Dominik Meyer zusehen oder befragen. Er freut sich über interessierte Gäste und will auf diese Weise Kunst mehr in den Alltag und zu Menschen bringen, die sonst keine Galerien besuchen.

Text: Sandy Feldbacher

KiPPE: Du kannst uns in deinem Laden durch deine künstlerische Biografie führen, oder?

Dominik Meyer: Das kann man auch selbst machen. Es gibt ältere Ölbilder, später kamen kleinformatige Buntstiftzeichnungen dazu, und seit etwa vier Jahren arbeite ich fast ausschließlich an Kloreiniger-Tinte-Zeichnungen.

Das musst du näher erklären.

Ich weiß gar nicht, ob ich das so genau will. Es ist im Grunde eine Ätztechnik. Der Hintergrund entsteht mit Tinte und abgezogenem Klopapier, was eine gewisse Unregelmäßigkeit erzeugt. Danach wird mit Kloreiniger Farbe weggeätzt und teilweise nachkoloriert. Das ist gerade sehr mein Ding, daraus ist inzwischen eine Serie von über 200 Arbeiten geworden.

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