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Teure Gesundheit?

Titelthema: Teure Gesundheit?



Wie krank ist unser Gesundheitssystem?

Foto: Philipp Flury/pixelio.deDas Gesundheitswesen ist derzeit hierzulande in aller Munde: Diskutiert werden vor allem die aktuellen Reformversuche der Bundesregierung und Krankenkassen, wie etwa die Zusatzbeiträge für gesetzlich Versicherte. Gleichzeitig berichten die Medien mitunter von Überschüssen der Kassen in Milliardenhöhe. Kein Wunder also, dass sich Unmut bei den Bürgerinnen und Bürgern regt. Wie krank ist unser Gesundheitssystem jedoch wirklich? Die KiPPE will dieser Frage mit dem Titelthema dieser Ausgabe auf den Grund gehen.



Symptome eines kränkelnden Systems? Die meisten Krankheiten sind irgendwann an Symptomen zu erkennen. Einige Anzeichen des vermeintlich leidenden deutschen Gesundheitswesens sind teure Medikamente, Mangel an niedergelassenen Ärzten vor allem im ländlichen Raum, überfüllte Wartezimmer in Praxen, lange Wartezeiten auf Termine beim Spezialisten, überlastetes Krankenhauspersonal usw. Gleichzeitig soll die gesetzliche Versicherung für den Krankheitsfall nun teurer werden – was natürlich vor allem Geringverdiener am stärksten zu spüren bekommen. Seit Januar wurden bei einigen Kassen Zusatzbeiträge eingeführt und geplant ist darüber hinaus eine so genannte Gesundheitsprämie oder Kopfpauschale, mit der ein einheitlicher Beitrag für alle gesetzlich Versicherten unabhängig von deren Einkommen eingeführt werden soll.



Die geplante Gesundheitsprämie: Kopfpauschale für Kassenpatienten Bisher werden die Krankenkassen durch Beiträge finanziert, die nach einem einheitlichen Beitragssatz von derzeit 14,9% aus dem Bruttoeinkommen der Versicherten berechnet wird. Wie genau diese so genannte Gesundheitsprämie letztendlich aussehen soll, ist noch unklar. Viele verschiedene Zahlen und Konzepte geistern durch die Medien. Der Hauptansatz dieses neuen Konzeptes, die Gesundheitskosten von den Lohnkosten abzukoppeln, ist angesichts der beharrlich hohen Arbeitslosenzahlen einleuchtend. [...]