Dreikampf in der Fußball-Oberliga

David gegen Goliath: Die jüngst eröffnete Fußball-Oberliga-Saison verspricht soviel Spannung wie seit langem nicht mehr. Das liegt nicht nur am erneuten Aufeinandertreffen von FC Sachsen und 1. FC Lokomotive, den beiden größten Clubs der Stadt, am Hoffen und Bangen zwischen Probstheida und Leutzsch, man möge doch mindestens vor dem jeweiligen Stadtrivalen die Saison beenden. Nein, der Regionalfußball umfasst in den kommenden Monaten noch viel mehr. Er steht für den Kampf der ewig klammen Traditionsclubs gegen eine neue dritte Fußball-Kraft in der Stadt, die scheinbar über kaum erschöpfbare Finanzreserven, Know-How und großen Anspruch verfügt. Dem neu gegründeten RB Leipzig wird auch nicht selten zugetraut, die Stadt endlich aus den Niederungen der Fußball-Unterklassigkeit befreien zu können.
Es ist 15 Jahren her, dass Leipzig auf der großen Fußballbühne zumindest ein Achtungszeichen setzen konnte. 1994 stieg der VfB Leipzig nach kurzem Intermezzo aus der Bundesliga ab. Mehrere Vereins-Insolvenzen und immer wieder auftauchende große Lücken zwischen Anspruch und Wirklichkeit haben dabei die einstmals glorreichen DDR-Meisterschaften der BSG Chemie (heute FC Sachsen) und legendären Europapokal-Triumphe des 1. FC Lokomotive fast vergessen lassen. [...]
