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Auenwald

Neulich im Auenwald

Brücken oder von Oikonymen und Makrotoponymen

Auf unsere Aue können wir stolz sein: Geprägt durch eine Vielzahl von Gewässern siedelten sich hier in ungeheurer Vielfalt Pflanzen und Tiere an. Der fruchtbare Boden war auch für den Menschen attraktiv, welcher in der Aue fischte und jagte, Mühlen baute, Leder gerbte und die Wasserwege zur Flößerei nutzte. Durch den Menschen wurden nicht nur die Gewässer ver¬än-dert, umgeleitet oder zugebuddelt, sondern auch Flora und Fauna. Hinzu kommt, dass es seit über 50 Jahren keine großflächige Überschwemmung mehr gab und viele Teile der Aue aus-trockneten, was Arten vertrieb, die Wasser oder Feuchtigkeit mögen.



Dennoch hat Leipzig viele Gewässer. Wasser muss überquert werden und dementsprechend gibt es derzeit circa 480 Brücken im Auenwald- und Stadtgebiet. In der Vergangenheit waren diese nie imposante Megabrücken, sondern eher kleine aus Holz oder Stein, die bei Hochwas-ser auch gerne mal weggefegt wurden und neu errichtet werden mussten. Als es in Mode kam, sich einen barocken Park anzulegen, wurde die Leipziger Brückenlandschaft um einige Zier-brückchen erweitert. Vor der Industrialisierung wurden Brücken inklusive ihrer Namen von den Stadtoberen nicht mit besonderer Beachtung bedacht. Wichtiger wurden die Bauwerke erst mit zunehmender Nutzungsfrequenz und somit interessierten sich zuständigkeitshalber Ämter dafür, dass alles eine Ordnung und damit einen amtlichen Namen hat. […]